page in English

Aktuelle Fördernachrichten

Hier informieren wir regelmäßig über die neuesten Ausschreibungen der wichtigsten Fördergeber für die LifeScience-Branche. Die letzte Aktualisierung erfolgte am 17. Dezember 2018. Abonnieren Sie auch unseren
Newsletter, um regelmäßig über die aktuellen Förderprogramme auf dem Laufenden gehalten zu werden.


Kategorien

alle News




BMBF - Medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen

Das BMBF fördert mit der Ausschreibung „Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“ industriegeführte Projekte zu Produkt- und Prozessinnovationen in der Medizintechnik. Die Projekte unter Einbeziehung eines medizinischen Anwenders sollen einen bedarfs- und patientenorientierten Ansatz zur Prävention und Versorgung behandlungsassoziierter (nosokomialer) Infektionen zu folgenden Themen verfolgen:

a) Vermeidung oder Reduzierung der Keimbelastung
  • spezielle Konstruktionen/Funktionalitäten, den Einsatz neuer oder verbesserter Materialien, Oberflächen, Herstellungs- und Beschichtungsverfahren
  • Unterstützung von Operations- und Behandlungsmethoden sowie zur therapiebegleitenden Diagnostik (z. B. minimalinvasive Operationstechniken, intelligente Diagnostik (Realtime-Messung von Antibiotikaspiegeln u.a.))

b) Schutz vor Übertragung und Weiterverbreitung von Erregern
  • Infektions-präventive Versorgungs- und Hygieneketten während der Aufnahme, Behandlung, Betreuung/Pflege und beim Transport von Patienten (z.B. optimierte sowie automatisierte Workflows, neue Diagnostika und Bedside-Tests, optimierte Anwendbarkeit/Wiederaufbereitung/Sterilisierbarkeit von Medizinprodukten)

c)    effiziente Daten-Dokumentation und –Auswertung
  • neue IT-Lösungen zur besseren Erfassung und Auswertung nosokomialer Infektionen (Erstellen von „Infektions-Landkarten“ zum Ableiten von Präventionsstrategien; incl. Ermöglichung der Interaktion von klinischen, ambulanten und Pflege-Einrichtungen)

Es können auch andere Lösungsansätze verfolgt werden, die mit einem Medizinprodukt als zentrales Element einen wesentlichen Beitrag zur Thematik der Ausschreibung leisten. Der Koordinator sollte späterer Systemverwerter sein und den Marktzugang nachweisen können.
Die Entwicklung neuer Materialien ist von der Förderung ausgeschlossen. Sofern für diese Materialien bereits eine antimikrobielle oder biofilmreduzierende Wirkung nachgewiesen werden konnte bzw. es bereits klinisch erprobt wird, können diese in medizintechnischen Lösungen implementiert werden. Die Entwicklung von Arzneimitteln sowie von Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMP) ist ebenfalls nicht förderfähig.
Klinische Machbarkeitsstudien (max. 20 Probanden bzw. Patienten) erfordern behördliche Genehmigungen. Klinische Prüfungen (zur Konformitätsbewertung) werden nicht gefördert.
Unternehmen (insbesondere KMU) erhalten einen Zuschuss von bis zu 50% der Projektkosten. Hochschulen und Forschungseinrichtungen können mit bis zu 100% ihrer projektbezogenen Zusatzausgaben bzw. –kosten unterstützt werden.
Dienstleistungen durch eine sogenannte „Industrie-in-Klinik-Plattform“ sind förderfähig. KMU erhalten eine Förderung für Unteraufträge, die die FuE-Dokumentation nach der EU Medizinprodukte- bzw. In-Vitro-Diagnostik-Verordnung unterstützen.
Die Laufzeit industriegeführter FuE-Verbundprojekte soll maximal 3 Jahre betragen.
In der ersten Stufe sind die Projektskizzen bis 31. Januar 2019 vom Verbundkoordinator auf elektronischem Wege einzureichen.